Wenn das Wort Anlaufstelle in der Verwaltung einer Gemeinde seine Berechtigung hat, dann für den Sozialdienst von Walferdingen.
Denn Monique Ferring und Carole Wesquet, die sich in Walferdingen um die sozialen Belange der Bürger kümmern, sind sozusagen die „Mädchen für alles“: Sie machen Hausbesuche, geben Ratschläge, kontaktieren andere Behörden, helfen beim Ausfüllen von Formularen und bei der Suche nach einem Platz im Seniorenheim. Und sogar Babysitter bilden sie an manchen Tagen aus.

Im kleinen Wartezimmer steht ein blühender Weihnachtsstern auf dem Tisch, die Möbel in den Büros sind in hellem Holz gehalten, die Polster der Stühle leuchten in Rot und Blau. Die Atmosphäre ist freundlich und das ist kein Zufall, wie die Sozialarbeiterin Carole Wesquet erklärt: „Die Menschen kommen zu uns, weil sie Fragen oder Probleme haben, meist finanzieller Art. Da sollen sie sich bei uns wohl fühlen.“ „Bei uns“, das ist der Sozialdienst der Gemeinde Walferdingen, der vor wenigen Monaten in neue Büros im Gebäude der Grundschule Walferdingen umgezogen ist. „Die alten Räumlichkeiten wurden zu klein“, ergänzt Monique Ferring, die seit mehreren Jahren als sozialmedizinische Assistentin (Assistante d’Hygiène Sociale) bei der Gemeinde tätig ist. Nun können sie und Carole Wesquet nicht nur Tür an Tür arbeiten, sondern verfügen auch über geräumige Büros, ein kleines Archiv, sanitäre Einrichtungen und ein Wartezimmer. Voll wird es in dem Wartezimmer dennoch nicht. „Wir versuchen, so diskret wie möglich zu arbeiten“, erklärt Carole Wesquet. Der Gang zum Sozialdienst ist in der Tat für die meisten Menschen nicht besonders angenehm. Aus diesem Grund bleiben die Fenster verdeckt. Gesprächstermine vergeben die beiden Mitarbeiterinnen außerhalb der wöchentlichen Sprechzeiten meist nur auf Anfrage. Auf Wunsch kommen sie auch zu den Bürgern nach Hause; vor allem, wenn es sich um ältere Menschen, Behinderte und Familien mit kleinen Kindern handelt.
„Ich habe einen tollen Beruf.“
Ob bei der Suche nach einem Platz im Seniorenheim, der Beratung in rechtlichen Fragen, ob beim Ausfüllen von Formularen oder der Kontaktaufnahme mit den Behörden, Monique Ferring und Carole Wesquet stehen den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. Hilfe suchen die Menschen in schwierigen Lebenslagen, bei Scheidung, Problemen mit Heranwachsenden, bei Krankheiten… Oftmals kann den Menschen geholfen werden und sei es nur am Telefon, erläutert Monique Ferring. Viele Menschen wüssten einfach nicht, an welche Behörde sie sich mit einem Anliegen wenden müssten, da reiche die Information über eine Adresse oder Telefonnummer aus. Jeden Tag kommen die beiden in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen und immer neuen Anforderungen. „Ich habe einen tollen Beruf“, schwärmt Carole Wesquet. Zumal sie manchen Menschen seit Jahren beratend zur Seite steht und „sich im Laufe der Zeit enge Beziehungen entwickeln.“ Die Sozialarbeiterinnen nehmen zudem die Anträge für die verschiedenen finanziellen Beihilfen auf und leiten sie zur Entscheidung an das Sozialamt weiter. Seit Inkrafttreten des „Gesetzes vom 18. Dezember 2009 über die Organisation des Sozialdienstes“ am 1. Januar 2011 ist das Sozialamt eine öffentliche Einrichtung mit einem eigenen Verwaltungsrat und eigenständigem Personal. Alle zwei Jahre wird ein Babysitterkurs organisiert. Einschreibungen werden zu gegebenem Zeitpunkt im Walfer Buet veröffentlicht. Bei weiteren Auskunften wenden Sie sich bitte an das Sozialamt.
Sprechzeiten:
Dienstags von 14.30 bis 18.30 Uhr und Donnerstags von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Mitarbeiter des Sozialdienstes
| Frau Monique Ferring | Tel.: 33 01 44 – 224 |
| Frau Carole Wesquet | Tel.: 33 01 44 – 279 |
| Frau Pascale Hoffmann (morgens) | Tel.: 33 01 44 – 230 |
| Fax.: 33 01 44 251 | |
| Email.: servicesocial@walfer.lu |
